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Sieben neue LEADER-Projekte für die Region Casseler Bergland

Für die Übergangsjahre 2021/ 2022 zwischen der abgeschlossenen LEADER Förderperiode 2014-2020 und der kommenden Förderperiode 2023-2027 wurden den LEADER-Regionen neue Budgets zugeteilt. Für das Casseler BergLand wurden mit den sieben beantragten Projekten für 2021 mehr Gelder beantragt, als Budget zur Verfügung stand. Für den ersten Meldetermin der LEADER-Projekte am 1. April 2021 können voraussichtlich vier der eingereichten Projekte Fördermittel erhalten.

Am 23. März wurde im Regionalforum „Casseler Bergland“ über die Priorisierung der Projektvorhaben abgestimmt, die wir Ihnen an dieser Stelle gerne vorstellen möchten:

Platz 1: Machbarkeitsstudie Generationenpark in Niedenstein

Die Stadt Niedenstein möchte mit der Entwicklung eines Generationenparks vielfältige Angebote für alle Alters- und Interessensgruppen schaffen und damit einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Ort attraktiver zu gestalten. Im Wäldchen Goddelbusch befinden sich auf den Teilflächen der Festplatz, das Haus des Gastes, eine Kita, ein Tennis- und Skaterplatz sowie Wiesenflächen neben Schule und Neubaugebietsflächen. Entsprechend der vielschichtigen Nutzergruppen (Kinder und Jugendliche wie auch Erwachsene und Senioren) sollen im Rahmen eines partizipativen und dialogischen Planungsprozesses die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden. Die kommunalen Gremien begleiten den Prozess. Aus den Ergebnissen wird ein struktureller Entwicklungsplan für den Generationenpark durch ein Fachplanungsbüro erarbeitet. Ziel des Projekts ist es, die zukunftsorientierte Entwicklung eines Generationenparks unter Einbeziehung der Wünsche und Bedürfnisse der Bürger und Interessengruppen im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu formulieren.

Platz 2: Touristischer Bootsanleger mit Bootslipanlage* in Fuldabrück-Dennhausen

Im Bereich der Fulda oberhalb des Wehres Kassel wird aufgrund des Booms des Wassertourismus in den letzten Jahren sowie vermehrter Anfragen von Nutzern die vorhandene Slipanlage erneuert und optimiert. Die Gemeinde Fuldabrück möchte durch die Veränderung der Anlage Gefahrenschwerpunkte entschärfen sowie die Attraktivität des Standorts für touristische Zwecke erhöhen. Die Verknüpfung des Wassersports mit dem Tourismus und dem Naturschutz steht hierbei im Fokus. Durch die Anordnung einer Sitzgruppe mit einem Tisch wird der Aufenthalt für Bürger, als auch für Rad- und Wassertouristen erhöht und zum Verweilen am Wasser eingeladen. Die Sitzgruppe soll im unterwasserseitigen Bereich der Slipanlage angeordnet werden.

(*Rampe, um Boote und Schiffe ins Wasser zu lassen oder an Land zu ziehen.)

Platz 3: Bau einer Parkour Anlage in Kaufungen

Die Gemeinde Kaufungen möchte durch Mauern und Hürden ein Trainingsplatz für die Ausübung der Fortbewegung Parkour schaffen. Gleichzeitig soll das Gelände als Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene durch den Parkour-Platz weiter an Attraktivität gewinnen. In unmittelbarer Nähe der Anlage entsteht das neue Außengelände der offenen Jugendarbeit von Kaufungen. Die gute Erreichbarkeit von Kaufungen durch öffentliche Verkehrsmittel ermöglicht Jugendlichen aus dem ganzen Casseler Bergland, das herausragende Angebot aufzusuchen. Das Projekt ist damit über Kaufungen hinaus regional wirksam. Der offene Zugang, wie auch die hohe Bereitschaft unter den Jugendlichen sich zu treffen und auszutauschen und voneinander zu lernen fördert die Entwicklung vom Casseler Bergland im Sinne des REK 2014-2020 mit Bezug zu den Handlungsfeldern ,,Soziale Infrastruktur“ und „Ehrenamt und Vereinsentwicklung“.

Platz 4: Bau eines barrierefreien Kirchenzugangs in Kaufungen

Der Zugang zum historischen Kirchhof der evangelischen Kirche Hoof soll erneuert und, soweit technisch machbar, barrierefrei gestaltet werden. Älteren Menschen und Menschen mit Behinderung wird damit eine Teilhabe an den kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen ermöglicht. Die Hoofer Kirche ist neben ihrer Bestimmung als Gotteshaus ein attraktiver Veranstaltungsort, besonders für musikalische Veranstaltungen der örtlichen Chöre und anderen Musikgruppen. Ein bisher selten genutzter Nebeneingang der Kirche soll zum künftigen barrierefreien Haupteingang umgewidmet werden. Die Zuwegung über den südlichen Teil des Kirchofs wird mit einem Ruheplatz landschaftsgärtnerisch gestaltet. Dadurch wird die Aufenthaltsqualität des Platzes im historischen Ortskern gesteigert. Der bislang nur zu den Veranstaltungen geöffnete Zugang zum Gelände wird in der wärmeren Jahreszeit von April bis Oktober künftig tagsüber dauerhaft offengehalten werden. Der Innenraum der neugotischen Kirche von 1891 mit Innenausstattung der Bauzeit und erhaltenen Buntglasfenstern wird ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht. Der südliche Kirchhof soll, dem Charakter als ehemaliger Friedhof entsprechend, eine zur Ruhe einladende Gestaltung erhalten. Einzelne Partien können später nach einem gärtnerischen Gesamtplan von örtlichen Gruppen oder Einzelpersonen gestaltet werden. Ein von vielen mitgestalteter Kirchgarten ermöglicht die Identifikation mit dem Heimatort. Gleichzeitig entsteht im Rahmen des regionalen Tourismus ein attraktives Ziel. Kleinere Veranstaltungen und Treffen in der wärmeren Jahreszeit sind hier ebenfalls möglich.

Platz 5: Übernahme der Firma Elektro Barthel

Das Unternehmen Elektro Barthel wurde 1965 gegründet und soll in dritter Generation durch Patric Barthel weitergeführt werden. Er ist seit 2009 im Unternehmen tätig und legte 2014 erfolgreich seine Meisterprüfung ab. Seit 1987 bietet ELEKTRO-BARTHEL Ausbildungsplätze an, die jungen Menschen den Einstieg ins Elektrohandwerk ermöglichen. Patric Barthel will das Unternehmen kaufen, beabsichtigt alle Mitarbeiter zu übernehmen und hat aktuell zwei neue Mitarbeiter eingestellt.

Platz 6: Toilettenhaus im Lossegarten für Ortszentrum

Mitten im alten Ortskern von Niederkaufungen liegt die ehemalige Gaststätte Allmeroth, die mehr als 100 Jahre einen wichtigen Treffpunkt für den Ort bildete. Nach ihrer Schließung im Jahre 2013 hat die Ev. Kirche Niederkaufungen die Gaststätte erworben und sie zu einer Begegnungsstätte umgebaut. An die Begegnungsstätte angrenzend, im großen Lossegarten, befindet sich ein Toilettenhaus aus den 1950er Jahren. Durch die Grundsanierung des Toilettenhauses im Lossegarten soll für Dorffeste, Weihnachtsmärkte und kulturelle Veranstaltung endlich eine moderne, beheizbare und energetisch sanierte Toilettenanlage im alten Ortskern von Niederkaufungen zur Verfügung stehen. Bisher musste für diese Veranstaltungen jeweils ein Toilettenwagen angemietet werden. Das Toilettenhaus ermöglicht und vereinfacht im Lossegarten Outdoor-Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Familien. Kindergeburtstage, kleinere Sportveranstaltungen, Kaffeenachmittage und Gruppentreffen im Freien können viel einfacher durchgeführt werden. An besonderen Ausflugstagen, besonders in den Sommermonaten, kann die Toilettenanlage auch von Radfahrern, Wanderern und Spaziergängern genutzt werden.

Platz 7: Multifunktionsraum Lossetalstadion

Im Zuge der umfassenden Sanierung des Lossetalstadion möchte die Gemeinde Kaufungen auch einen Multifunktionsraum verwirklichen. Das Stadion leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration unterschiedlicher sozialer Gruppen und wird umfangreich und vielfältig genutzt. Die zentrumsnahe Lage sowie die Nähe zu mehreren Schulen (Grund- und Gesamtschulen) stellen einen erheblichen Standortvorteil der Anlage dar. Auf dem Gelände befindet sich eine ehemalige Reithalle (AKV Halle), die von den Kaufunger Vereinen vom Frühjahr bis zum Herbst für Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktivitäten genutzt wird. In der kalten Jahreszeit kann diese jedoch nicht genutzt werden, da sie nicht gedämmt ist. Der Multifunktionsraum soll an der Ostseite des Gebäudeensembles in einer Größe von 150 m² angebaut werden. Der Multifunktionsraum mit angeschlossenen Stuhllager bzw. Geräteraum soll von Kaufunger Vereinen für vielfältige gesellschaftliche und kulturelle Events genutzt werden. Ferner sind für den Multifunktionsraum erforderliche Toilettenanlagen eingeplant.

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von | 15.04.2021

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