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Eröffnungsfeier: Neue Gedenkmauer am Jüdischen Freidhof in Wolfhagen

Am 2. September wurde in Wolfhagen die neue Eingangsmauer des Jüdischen Friedhofs in Wolfhagen bei einer Gedenkfeier vorgestellt. Der ehemals durch eine grüne Hecke gezierte Eingangsbereich wurde durch eine Mauer der Erinnerung ersetzt, die an die in der Stadt Wolfhagen lebenden Jüdinnen und Juden erinnert, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihr Leben verloren.

Nachdem Reinhard Schaake (Bürgermeister Wolfhagen) die rund 40 Gäste begrüßte, erinnerte der Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, Daniel Neumann in einer mahnenden Ansprache an die Verbrechen der Nationalsozialisten und wies auf die Bedeutung der Erinnerungskultur hin und die noch immer existierende Gefahr von Antisemitismus und Rassismus.

Die hessische Justizministerin und Schirmherrin Eva Kühne-Hörmann betonte, wie wichtig es sei, sich auch der damaligen Verantwortung der Justiz bewusst zu sein, die durch ihren Einfluss, den Erfolg des NS-Regimes begünstigte. Ernst Klein, Mitglied im Bundesvorstand vom Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und der kommunalen „Initiativgruppe 9. November“ wurde für die wichtige Geschichtsaufarbeitung der jüdischen Vergangenheit in Wolfhagen geehrt. SchülerInnen der Walter-Lübcke-Schule trugen die Namentliche Verlesung der Verstorbenen vor, der sich eine Schweigeminute anschloss. Darauf folgte Alexander Adler, Kantor der Jüdischen Gemeinde Frankfurt mit einem Gebet. Das Programm wurde durch die Musikschule Wolfhager Land musikalisch untermalt.

Mit der Neugestaltung des Jüdischen Friedhofs soll eine Phase des Verdrängens enden und das Denkmal den hier verstorbenen jüdischen BürgerInnen ein Stück ihrer Identität sowie einen persönlichen Ort des Gedenkens zurückgeben.

Die Teilnahme bei der sehr würdevollen Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig es ist für eine offene, kulturell vielfältige und verständigende Gesellschaft einzutreten. Region Kassel-Land e.V. tritt ein für eine werteorientierte Gestaltung des Lebens sowie einem solidarischen Miteinander und findet die gestaltende Einladung den Friedhof wieder als öffentlichen Raum bewusst zu machen sehr gelungen und beglückwünscht die Stadt Wolfhagen für erlebbare Erinnerungskultur in unserer Mitte.   

Reinhard Schaake und das Esemble „Trio Caprice de Femme“.
Eine der Stahlplatten mit den Namen der verstorbenen
Jüdinnen und Juden
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von | 03.09.2021

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