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Standpunkt: So hat Land keine Zukunft

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LEADER: Motor des ländlichen Raumes

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In die hessischen LEADER-Regionen flossen über 50 Mio. EURO Förderung. Die aktuelle Förderperiode des europäischen LEADER-Programms geht in die Verlängerung. Grund genug für eine Zwischenbilanz...

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Termine und Fristen:

Nächste Sitzung des Regionalforums KLHS:

Montag, 22.03.2021

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Nächste Abgabe-Frist für LEADER-Projektblätter:

→  28.02.2021

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Nächste Abgabe-Frist für Regionalbudget-Zielvereinbarungen:

→  28.02.2021

…kurz erklärt: Lokale Aktionsgruppe (LAG)

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) ist die wichtigste Säule zur Umsetzung des LEADER-Konzepts. Das Einsatzgebiet einer LAG muss eine Gebietseinheit mit mehr als 10.000 Einwohnern sein, ist dabei aber nicht zwingend an Verwaltungsgrenzen gebunden.

Eine von der örtlichen Bevölkerung betriebene lokale Entwicklung muss unter Federführung einer lokalen Aktionsgruppe erfolgen, die sich aus Vertretern öffentlicher und privater, lokaler, sozioökonomischer Interessen zusammensetzen, in denen auf der Entscheidungsebene weder die öffentliche Hand noch eine einzelne Interessengruppe die Mehrheit der Stimmrechte vertritt. Mitglied in einer LAG können sowohl natürliche Personen in ihrer Eigenschaft als Privatperson oder als Vertreter von Unternehmen bzw. Organisationen, die im Gebiet der LAG leben und/oder arbeiten, wie auch öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Organisationen werden, die im Gebiet der LAG ansässig sind.

Aufgaben einer LAG sind:

  • Planung und Ausführung der Strategien einer von der Bevölkerung betriebenen lokalen Entwicklung
  • Befähigung der lokalen Handlungsträger zur Planung und Ausführung von Projekten
  • Erarbeitung eines transparenten und diskriminierungsfreien Auswahlverfahrens mitsamt objektiver Auswahlkriterien
  • Sorge tragen dafür, dass die ausgewählten Projekte zur lokalen Entwicklungsstrategie passen
  • Erarbeitung und Veröffentlichung von Aufforderungen zur Einreichung von Projektvorschlägen sowie Entgegennahme und Prüfung der Vorschläge
  • Überwachung der Strategieausführung

DIE LEADER-REGION KULTURLANDSCHAFT HESSENSPITZE:

Die LEADER-Region KulturLandschaft HessenSpitze liegt in Nordhessen und umfasst die Städte und Gemeinden Ahnatal, Bad Karlshafen, Breuna, Calden, Espenau, Fuldatal, Grebenstein, Habichtswald, Hofgeismar, Immenhausen, Liebenau, Naumburg, Trendelburg, Vellmar, Wesertal, Wolfhagen und Zierenberg im Landkreis Kassel. Die Kommunen der Region haben eine Fläche von 1.013,56 km² und 91 Orts- bzw. Stadtteile. Am 31.12.2013 hatte die Region KulturLandschaft HessenSpitze 133.246 Einwohner.

Das Regionale Entwicklungskonzept (REK) wurde 2014 von den Bürger*innen der Region gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft erarbeitet. Es bildet die Richtschnur für die zukünftige Weiterentwicklung der LEADER-Region KulturLandschaft HessenSpitze.

Wichtigste Handlungsfelder und Entwicklungsziele der Regionalen Entwicklung sind:

  • Erhalt und nachhaltige Weiterentwicklung/Gestaltung der KulturLandschaft (übergeordnetes Handlungsfeld/Ziel)
  • Demographie: Infrastruktur- und Siedlungsentwicklung
  • Regionale Wirtschaft
  • Aktiv- und  Kulturtourismus/-geschichte
  • Bildung

LEADER: mehr als reine Projekt-Förderung...

 

…weil es Raum für Innovation und Kreativität schafft. Die Methoden der ursprünglichen Entwicklungsansätze leben im LEADER-Ansatz weiter. LEADER wird seit 2014 unter dem weiter gefassten Begriff von der örtlichen Bevölkerung betriebene lokale Entwicklung (engl. Community-Led Local Development, Abk. CLLD) auf weitere EU-Fonds (Multifondsansatz) ausgeweitet.

Grundlage für die Anwendung von LEADER im Zusammenhang mit der Entwicklung des ländlichen Raums sind die nationalen und regionalen Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum (EPLR) der EU-Mitgliedstaaten unter Kofinanzierung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Die nicht ganz zutreffende Übersetzung von LEADER (franz.) "Liason entre actions de dévelopment de l' économie rurale", in "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft" trifft das starke partnerschaftliche Mitbestimmungskonzept („Bottom-up-Ansatz“) nur eingeschränkt.

Möchte eine Region in Europa LEADER umsetzen, ist eine lokale Aktionsgruppe (LAG) zu gründen. Die Mitarbeit und Mitgliedschaft in der LAG steht allen interessierten juristischen und natürlichen Personen offen, die die Entwicklung der Region unterstützen möchten. Die beiden LEADER-Regionen Casseler Bergland und KulturLandschaft HessenSpitze wurden vom hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) als Lokale Aktionsgruppen anerkannt.

Mit der Kontaktaufnahme und Mitwirkung über die LAG erfolgt eine „Sensibilisierung“ der Bevölkerung. Dadurch können Zielgruppen erreicht werden, an die man im Wege herkömmlicher, „von oben“ verordneter Finanzierungssysteme nur schwer herankommt. Diese ganzheitliche Betrachtungsweise kann dazu beitragen, dass unterschiedliche Interessengruppen Partnerschaften bilden und gemeinsame Maßnahmen ergreifen, flexiblere und fortschrittlichere Lösungen zustande kommen und die lokalen Handlungsträger gezielt in die Lage versetzt werden, eigene Projekte zu entwickeln und zu realisieren.

Kennzeichnend für das LEADER-Programm sind daher folgende sieben Merkmale:

  • Territoriale lokale Entwicklungsstrategien
  • Bottom-up-Ausarbeitung und Umsetzung von Strategien
  • Öffentlich-private Partnerschaften: die Lokalen Aktionsgruppen (LAG)
  • Innovation erleichtern
  • Integrierte und multisektorale Aktionen
  • Netzwerkbildung
  • Kooperation