Lokale Entwicklungsstrategie 2023-27

LEADER-Region Kassel-Land

AKTUELLE NACHRICHTEN:

→  weitere Nachrichten

…kurz erklärt: Lokale Entwicklungsstrategie (LES) LEADER 2023-2027

Ziel der hessischen Landespolitik ist es, die ländlichen Räume zu stärken. Dabei spielen insbesondere folgende Handlungsfelder eine Rolle: Daseinsvorsorge, Wirtschaft und Arbeit, Freizeit und Kultur, Tourismus und Naherholung, Bioökonomie und Regionalität. Alle ländlichen Regionen in Hessen können sich daher für die neue LEADER-Förderperiode 2023-2027 bewerben.

LEADER ist eine EU-Förderstrategie zur Mobilisierung und Umsetzung der Entwicklung in ländlichen Gemeinschaften. Wesentliche Grundlage ist das Engagement der Regionen, ihrer politischen Entscheidungsträger und ihrer gesellschaftlichen Gruppierungen. Öffentlich-private Partnerschaften entfalten in eigener Verantwortung Initiativen, erkennen Stärken und Schwächen, formulieren Ziele, bestimmen Entwicklungsstrategien und legen diese in Lokalen Entwicklungsstrategien (LES) dar.

Leitbild „Soziale Regionalisierung“ in der LEADER-Region Kassel-Land

Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind die Transformationstreiber für das Leben, Wohnen und Arbeiten in der Region Kassel-Land.

Lebensraumgestaltung
Die Region Kassel-Land soll den ansässigen Menschen und Besucher*innen einen Lebensraum bieten, der das Miteinander lebt, die Kommunikation fördert und die Solidarität untereinander stärkt. Innovative Schnittstellen zur Förderung von Vernetzung und Kommunikation werden geschaffen. Ein generationenübergreifendes soziales Miteinander und wertschätzende Interkulturalität sollen von allen Menschen gelebt werden können.

Daseinsvorsorge
Die Städte und Gemeinden der Region sollen sich als soziale Orte auszeichnen, welche die gesellschaftliche Teilhabe und die Chancengleichheit fördern. Innovative Ansätze der dialogischen und dynamischen Dorfentwicklung bzw. Stadtplanung ermöglichen die Etablierung neuer Wohn- und Arbeitsraumkonzepte. Das Zentrum eines jeden Ortes werden grüne Gemeinschaftsflächen mit Erholungs- und Begegnungscharakter bilden. Jeder einzelnen Person soll es ermöglicht werden, sich privat und beruflich entsprechend der individuellen Interessen und Potentiale zu entfalten sowie lebenslang die eigenen Kompetenzen zu erweitern. Vor allem jungen Menschen soll es ermöglicht werden, sich auszuprobieren und Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Zukunftsfähige Konzepte, wie die Nutzung erneuerbarer Energien und alternativer Mobilitätsinfrastrukturen wie auch funktionierende Wertschöpfungsketten, sollen eine klima- und ressourcenschonende Lebensweise ermöglichen.

Regionale Wirtschaft mit Bioökonomie
Transformationsprozesse für partizipative Unternehmenskulturen und zeitgemäße Organisationsformen sollen angestoßen und gelebt werden. Die Unternehmen werden sich ihrer regionalen Verantwortung bewusst und sind in die Entwicklung des Lebensraums aktiv eingebunden. Ihren Mitarbeitenden soll es ermöglicht werden, sich gesellschaftlich einzubringen und ihre Arbeitsbedingungen flexibel zu gestalten. Eine auf Digitalisierung beruhende Arbeitsweise sowie eine auf nachwachsenden Rohstoffen basierende bzw. ressourcenschonende Produktion prägen unternehmerische Entscheidungen, erhalten regionstypischen Strukturen und erhöhen die Resilienz des Ländlichen Raumes über funktionierende Wertschöpfungsketten.

Tourismus und Naherholung
Die Akteure nehmen sich ihrer Verantwortung für den Erhalt der mannigfaltigen Kulturlandschaft an. Den Einwohner*innen und Gästen sollen qualitativ hochwertige Freizeit- und Nacherholungsangebote geboten werden, die den attraktiven Lebensraum authentisch erlebbar machen. Durch Diversifizierung und den Ausbau von nachhaltiger Landnutzung wird die reichhaltige Natur für Klimaschutz und Biodiversität sorgen.

Entwicklungsziele der LEADER-Region Kassel-Land

Aus dem Leitbild wurden drei Dimensionen abgeleitet, welche durch übergreifende Entwicklungsziele beschrieben werden:

Soziale Dimension

Entwicklung einer gemeinsamen Identität und Stärkung des Wir-Gefühls für eine aktive Lebensraumgestaltung von, mit und für die Bürger*innen.

Kulturelle und ökologische Dimension

Erhaltung und Stärkung der regionstypischen Strukturen sowie Entwicklung einer nachhaltigen Natur- und Kulturlandschaft.

Ökonomische Dimension:

Förderung im Sinne eines resilienten und klimaneutralen Wirtschaftens in der Region.

Handlungsfeldziele der LEADER-Region Kassel-Land

Gleichwertige Lebensverhältnisse für „ALLE“ – Daseinsvorsorge

Bedarfsorientierte Gestaltung von gleichwertigen Lebensverhältnissen für „ALLE“, gefördert durch soziale Teilhabe, den Einbezug aller Generationen und einer reichhaltigen Lebensqualität in der Region Kassel-Land.

Wirtschaftliche Entwicklung und regionale Versorgungsstrukturen durch Klein- und Kleinstunternehmen

Förderung von Kleinunternehmen im Gastgewerbe und Kleinstunternehmen in Dienstleistungen, Handel, Handwerk und produzierendem Gewerbe unter Berücksichtigung eines nachhaltigen, digitalen Wirtschaftens sowie der Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge in der Region Kassel-Land.

Erholungsräume für Naherholung und ländlichen Tourismus nutzen

Schaffung und Qualitätssicherung sowie -entwicklung von regionstypischen Erholungsräumen für „ALLE“ zur Naherholung und den ländlichen Tourismus im Einklang mit der Entwicklung einer nach-haltigen Natur- und Kulturlandschaft in der Region Kassel-Land.

Regionalbudget

Unterstützung einer eigenverantwortlichen ländlichen Entwicklung zur Förderung von jungen Menschen, ehrenamtlichem Engagement oder tourismusnaher Infrastruktur durch Kleinvorhaben im Sinne des GAK ‚Regionalbudgets‘ in der Region Kassel-Land.

Die Gebietskulisse Ländlicher Raum in Hessen:

Kommunen in der Gebietskulisse der LEADER-Region Kassel-Land:

Kommunen im Landkreis Kassel:
Ahnatal, Bad Emstal, Bad Karlshafen, Breuna, Calden, Espenau, Fuldabrück, Fuldatal, Grebenstein, Habichtswald, Helsa, Hofgeismar, Immenhausen, Kaufungen, Liebenau, Lohfelden, Naumburg, Nieste, Niestetal, Schauenburg, Söhrewald, Trendelburg, Wesertal, Wolfhagen und Zierenberg

Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis:
Edermünde, Gudensberg und Niedenstein

Ihre Nachricht an uns:

7 + 7 =

Kontaktdaten:

atene KOM GmbH
Invalidenstraße 91
10115 Berlin

Projektleitung LES-Erstellung: Jannis Haack

Telefon: 030 / 221 83 – 0
Fax: 030 / 221 83 – 1199
E-Mail: kontakt@les-rkl.de