Förderprogramm LEADER

LEADER: mehr als reine Projekt-Förderung...

 

…weil es Raum für Innovation und Kreativität schafft. Die Methoden der ursprünglichen Entwicklungsansätze leben im LEADER-Ansatz weiter. LEADER wird seit 2014 unter dem weiter gefassten Begriff von der örtlichen Bevölkerung betriebene lokale Entwicklung (engl. Community-Led Local Development, Abk. CLLD) auf weitere EU-Fonds (Multifondsansatz) ausgeweitet.

Grundlage für die Anwendung von LEADER im Zusammenhang mit der Entwicklung des ländlichen Raums sind die nationalen und regionalen Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum (EPLR) der EU-Mitgliedstaaten unter Kofinanzierung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Die nicht ganz zutreffende Übersetzung von LEADER (franz.) "Liason entre actions de dévelopment de l' économie rurale", in "Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft" trifft das starke partnerschaftliche Mitbestimmungskonzept („Bottom-up-Ansatz“) nur eingeschränkt.

Möchte eine Region in Europa LEADER umsetzen, ist eine lokale Aktionsgruppe (LAG) zu gründen. Die Mitarbeit und Mitgliedschaft in der LAG steht allen interessierten juristischen und natürlichen Personen offen, die die Entwicklung der Region unterstützen möchten. Die beiden LEADER-Regionen Casseler Bergland und KulturLandschaft HessenSpitze wurden vom hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) als Lokale Aktionsgruppen anerkannt.

Mit der Kontaktaufnahme und Mitwirkung über die LAG erfolgt eine „Sensibilisierung“ der Bevölkerung. Dadurch können Zielgruppen erreicht werden, an die man im Wege herkömmlicher, „von oben“ verordneter Finanzierungssysteme nur schwer herankommt. Diese ganzheitliche Betrachtungsweise kann dazu beitragen, dass unterschiedliche Interessengruppen Partnerschaften bilden und gemeinsame Maßnahmen ergreifen, flexiblere und fortschrittlichere Lösungen zustande kommen und die lokalen Handlungsträger gezielt in die Lage versetzt werden, eigene Projekte zu entwickeln und zu realisieren.

Kennzeichnend für das LEADER-Programm sind daher folgende sieben Merkmale:

  • Territoriale lokale Entwicklungsstrategien
  • Bottom-up-Ausarbeitung und Umsetzung von Strategien
  • Öffentlich-private Partnerschaften: die Lokalen Aktionsgruppen (LAG)
  • Innovation erleichtern
  • Integrierte und multisektorale Aktionen
  • Netzwerkbildung
  • Kooperation

...kurz erklärt: Förderprogramm LEADER

Förderprogramm der Europäischen Union (EU), um die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.

  • Gesamtkosten eines Projekt: nicht begrenzt
  • Förderquoten in Hessen: zwischen 35 % und 75 % der förderfähigen Gesamtkosten (netto)
  • Förderbereiche: werden in der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) jeder LEADER-Region festgelegt
  • Fördergegenstände in Hessen: bauliche Investitionen, Anschaffungen von Maschinen und Ausstattungsgegenständen, Ausgaben zur Vorbereitung und zum Anschub eines Projektes sowie projektbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen
  • Projektauswahl: erfolgt durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) anhand von Bewertungskriterien, die jede LEADER-Region selbst festlegt

Jede LEADER-Region erhält pro Förderperiode ein Planungsbudget zur Verfügung gestellt, mit dem sie die Ziele der LES durch Projektförderungen erreichen kann (Fördermittel der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Hessen).

Interesse? Hier finden Sie weitere Informationen:

LEADER-Region
KulturLandschaft HessenSpitze:

Kommunen im Landkreis Kassel:
Ahnatal, Bad Karlshafen, Breuna, Calden, Espenau, Fuldatal, Grebenstein, Habichtswald, Hofgeismar, Immenhausen, Liebenau, Naumburg, Trendelburg, Vellmar, Wesertal, Wolfhagen, Zierenberg

LEADER-Region
Casseler BergLand:

Kommunen im Landkreis Kassel:
Bad Emstal, Baunatal, Fuldabrück, Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal, Schauenburg, Söhrewald

Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis:
Edermünde, Gudensberg, Niedenstein