Digitalisierung, Fachkräftemangel, demografischer sowie sozialer Wandel und unterschiedlichste Krisen – nicht nur Großstädte, sondern auch ländliche Strukturen müssen diese Themen gezielt angehen. Einen Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen soll das Modellvorhaben „(Wirtschafts-) Region der Mitte – Neues Leben und Arbeiten länderübergreifend organisiert“ leisten. Ziel des Projektes ist eine länderübergreifende Zusammenarbeit in dem Dreiländereck Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, speziell in dem ländlichen Raum zwischen Kassel, Paderborn und Göttingen: Welche Voraussetzungen bestehen dort für nachhaltiges Wirtschaften? Wie kann die Region so gestaltet werden, dass Wohnen und Arbeiten näher zusammenkommen?

Das Projekt wird mit rund 700.000 Euro vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung im Programm „Region Gestalten“ gefördert. Das Programm zielt auf die Stärkung des ländlichen Raums ab. Dieser Thematik nahmen sich bei einer sogenannten „Transferwerkstatt“ Vertreter*innen der 16 geförderten Modellregionen, der Forschung und des Bundes an.

Hier konnten durch Workshops zu verschiedenen Themen erste Erfahrungen geteilt werden. Am Montagabend begeisterte zudem Bürgermeister Marcus Dittrich mit einer Stadtführung durch Bad Karlshafen. Mit diesem Ausflug haben sich die Teilnehmenden auf eine Reise in das Zentrum der „Region der Mitte“ begeben. Am zweiten Tag stand Fred Dettmar, Bürgermeister der Gemeinde Reinhardshagen, für ein Kurzinterview zu seinen Erfahrungen in der länderübergreifenden interkommunalen Zusammenarbeit zwischen der hessischen Gemeinde Reinhardshagen und der niedersächsischen Kommune Hann. Münden zur Verfügung.

Lisa Zierenberg, Leiterin des Projekts, freut sich, dass „durch eine gemeinsame Zusammenarbeit Ressourcen gebündelt und die Lebensqualität von Bürger*innen in Grenzräumen gestärkt werden kann.“ Denn oftmals enden Zuständigkeiten der Länder abrupt an den jeweiligen Grenzen, ungeachtet dessen, ob sich dort ansässige Menschen über diese hinwegbewegen. Genau hier setzt das Projekt an.

von | 29.09.2022

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