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Region Kassel-Land e.V. mit den Bürger*innen im Gespräch

Im Februar suchte Region Kassel-Land e.V. an neun verschiedenen Orten die Bürger*innen der Region auf, um mit ihnen persönlich ins Gespräch zu kommen. Die Dialoge mit der Bürgerschaft sind einer der partizipativen Bausteine der künftigen Lokalen Entwicklungsstrategie (LES).  Stetiger Begleiter der Moderierenden auf ihrem Weg durch die Region Kassel-Land war das mobile Wohnzimmer, dass zum Gespräch einlud. 

Unter den übergeordneten Themen Leben, Wohnen und Arbeiten in der Region Kassel-Land wurden mehr als 130 Gespräche geführt. Dabei suchte der Verein das Gespräch unter anderem auf diversen Supermarkt-Parkplätzen wie in Schauenburg und Bad Emstal, vor dem Fitnesszentrum Edermünde, in der Fußgängerzone in Bad Karlshafen sowie in den Caldener Werkstätten. „Es war sehr schön zu hören, dass die meisten Menschen, sich mit unserer Region sehr heimatverbunden fühlen. Sie schätzen die vielen grünen Naherholungsorte, auch wenn hier noch Luft nach oben gesehen wird“, kommentiert Regionalmanager Oliver Sollbach, der bei den Bürger*innen-Dialogen mit vor Ort war.

Verbundenheit mit der Region, Lebensqualität und Handlungsmöglichkeiten – Ergebnisse aus den Dialogen

Besonders die Fragen ‚Was schätzen Sie an der Region?‘ und als Pendant ‚Was fehlt Ihnen?‘ wurden vielfach besprochen. Die Lebensqualität vor Ort ist maßgeblich an die Nähe zur Natur und landschaftliche Prägung der Region gebunden. Für die Naherholung ist der Aufenthalt in der Natur wichtig, wo Freizeitaktivitäten wie Wandern, Spazieren, Rad fahren sowie einfach nur die Ruhe genießen zu den meistgenannten gehörten. Gleichzeitig besteht der Wunsch nach Treffpunkten für die Gemeinschaft, einem größeren Angebot an Aktivitäten und Angeboten für junge Menschen oder Familien. Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Befragten vor allem hinsichtlich des Nahverkehrs. Fehlende ÖPNV-Anbindungen, lange Fahrzeiten und viele Umstiege gehen zu Lasten der Barrierefreiheit oder Auszubildender bzw. derer, die auf intakte Verbindungen angewiesen sind. „Ohne eigenen PKW wäre man aufgeschmissen“ lautet das Resümee. Vor dem Hintergrund des Klimawandels besteht zwar das Bewusstsein, die Fahrten mit dem Auto zu reduzieren, aber der Umstieg wird durch den Mangel an Alternativen erschwert oder verhindert.

Auch Themen wie notwendige Innenstadtentwicklung oder ein verbessertes Veranstaltungsangebot wurden angesprochen. Die Entwicklung der Ortschaften spielt auch im Bereich Regionale Wirtschaft eine Rolle. Die Ortskerne sollten über ein gastronomisches Angebot verfügen und regionale Produkte gestärkt werden, etwa durch kleine und individuelle Lokale oder Geschäfte.

Die Aussagen und Wünsche der Bürger*innen, wie etwa nach der Stärkung von regionalen Produkten, den Erhalt und Ausbau der Nahversorgungsinfrastrukturen oder mehr Treffpunkte für vor allem junge Menschen, wurden anonymisiert aufbereitet und fließen in den weiteren Prozess der Lokalen Entwicklungsstrategie 2023-2027 für die Bewerbung als LEADER-Region ein.

Weitere Informationen finden Sie unter www.les-rkl.de.

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von | 07.04.2022

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